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Blog oder Unternehmenswebsite?

Der Unterschied zwischen Blog und Homepage bzw. Unternehmens-Website?

Mein Geschäft ist es, Webseiten für UnternehmerInnen zu erstellen. Ich nutze WordPress, weil ich davon überzeugt bin.

Immer wieder werde ich gefragt, bin ich ein Blogger oder Bloggerin, wenn ich Beiträge schreibe? Auf Facebook wurde eine Gruppe, deren Fokus auf Bloggen lag, umbenannt mit Focus auf Unternehmer-Blogs. Der Aufschrei war groß, Blogger haben sich nicht mehr wieder gefunden. Das hat mich veranlasst, darüber zu schreiben.

Ich freue mich, wenn Blogger und Unternehmer diesen Beitrag, der den Unterschied zwischen einem Blog und Homepage erklärt, lesen und auch kommentieren, das kann nur konstruktiv sein und Licht ins Dunkle bringen.

Was ist ein Blog?

Menschen die Blogs schreiben, führen quasi ein Online Tagebuch. Primär geht es ihnen darum, ihr Wissen, ihre Meinung und ihr Erlebtes zu teilen. Der Fokus liegt weniger auf der Gestaltung als mehr auf dem Inhalt. Natürlich macht es auch Spaß, dem Blog ein schönes Outfit zu geben. Der unternehmerische Gedanke – wie verdiene ich damit Geld? – steht im Hintergrund. So hat das zumindest begonnen. Schnell hat man gemerkt, dass Menschen gerne privaten Inhalte lesen, Anteil nehmen, kommentieren und weiterlinken. Gerade durch die Möglichkeit, im Internet kommunizieren zu können, haben sich Blogger zu Communities zusammengeschlossen, ihre Erfahrungen geteilt und sich gegenseitig weitergeholfen. Auch die Technik wächst stündlich und es entstehen Fragen: Wie funktioniert ein Newsletter, kann ich meinem Blog einen Mitgliederbereich hinzufügen und vieles mehr. Spezialisten haben sich gefunden, die z.B. in Bloggergruppen auf Facebook weiterhelfen und Fragen beantworten.

Langsam hat sich der Blog, der ursprünglich nur ein Online Tagebuch war, weiterentwickelt. Unternehmerische Gedanken sind eingeflossen: Wie kann ich mit der Reichweite meines Blogs und den Menschen, die mir folgen, Geld verdienen? Und man hat gelernt, dass man Ratschläge zu Online-Anleitungen weiterentwickeln und diese verkaufen oder eine Online-Beratung mit Stundensatz von Euro X anbieten kann. Auch die Affiliate-Partner sind ein ganz wichtiger Bestandteil: Immer wieder findet man auf Blogs Werbebanner zum Thema. Der Blogger gibt sein Wissen mehrheitlich kostenfrei weiter, dann ist es ihm doch gegönnt, wenn er durch Leads ein gewisses Income erzielen kann. Immerhin ist das Schreiben und Pflegen eines Blogs immens zeitaufwendig und verlangt immer mehr Wissen.

So kann man, wenn man wertvollen Content liefert und eine gute Strategie hat, mit seinem Blog Geld verdienen. Auf Bloggertreffen tauscht man sich aus, der Blog kann prämiert werden und von einem anfangs privaten Hobby nur mit Zeiteinsatz und ein wenig Technik wird eine lukrative Einnahmequelle.

Was ist eine Unternehmenswebsite mit Blog (Corporate Blog)?

Durch diese Entwicklung der Bloggerszene ist Google auf die Blogs aufmerksam geworden und hat seinen Suchalgorythmus vollständig verändert. Google sucht im Content von Blogs, von Facebook, YouTube, Pinterest, Google+, etc. Das ist die eine Entwicklung. Die andere Entwicklung basiert auf die technische Weiterentwicklung des World Wide Web. Das Internet ist interaktiv geworden. Jeder kann im Internet Text und Bild hinterlassen, ohne Programmierkenntnisse zu haben. Mit den Blogs sind einige Softwareentwicklungen in den Vordergrund getreten: WordPress zum Beispiel. Ein Content Management System, mit dem man einen Blog wie auch eine Website aufbauen kann, das sich immer mehr verbreitet und wirklich vom DaU (Dümmsten aller User) bedient werden kann. Google liebt WordPress, was sich so äußert, dass WordPress an Google einen Ping (eine Info) sendet, wenn auf der WordPress Website etwas geändert/aktualisiert wurde, Google sofort reagiert und den Beitrag oder die Seite rankt. Dann ist WordPress so flexibel, dass man unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten hat. Die sogenannten Themes, programmiert von interessierten und gestaltungsaffinen Menschen, sind in endlosen Varianten vorhanden. Hier ist ein neuer Markt entstanden.

Von dieser ganzen Entwicklung kann nun der Unternehmer nur profitieren. Ein Unternehmer hat eine Positionierung, ein Produkt / eine Dienstleistung und eine Strategie (sollte er/sie zumindest haben) mit Hilfe einer modernen, innovativen Agentur lässt sich hier eine Website erstellen, die sich WordPress – also einer Blogsoftware aber auch gleichzeitig ein unglaublich bedienerfreundliches Content Management System – bedient, die wunderbar zu gestalten ist und dem Kunden es ermöglicht, sie selbst zu pflegen. Die Website wird mit statischen Seiten aufgebaut: Mein Unternehmen, mein Angebot, wir über uns….. um hier mit den alten Begriffen ein Bild zu machen. Neu ist, dass jede dieser Seiten für Google optimiert werden kann. Man kann genau vorgeben, was Google bringen soll, wenn die Seite gefunden wird:

pilacom WordPress Website

Das ist nun schon die erste sensationelle Möglichkeit besser beim Ranking aufzutauchen.

Nun kommt die Schnittstelle zu den Bloggern: Google liest Blogs aus, weil Google zu recht sagt, die Menschen interessieren sich für Sensationen, für das, was andere schreiben. Die UnternehmerInnen sind natürlich daran interessiert, dass sie mehrfach gefunden werden und sich Neukunden zu ihnen verirren. Das kann man durch Blogs sehr einfach steuern: man nennt es auf der Unternehmerwebsite: Neuigkeiten, News oder Aktuelles – technisch verbirgt sich dahinter der Blog. Das Unternehmen entwickelt eine Content-Strategie und verfasst regelmäßig Beiträge, die unter News eingestellt werden. Diese Beiträge werde weitergepostet auf dem ausgewählten Social Media Kanal und schon kommt es in den Lauf. Auch jeder Beitrag kann für Google vorbereitet werden und erscheint in der Suche. Und jeder Beitrag kann für Google optimiert werden:

Unterschied Blog und homepage

Die Content-Strategie zielt natürlich auf Neugeschäft ab, nicht auf das posten von eigenen Befinden, wie bei den Bloggern. Dennoch hat sich hier die Darstellung des Unternehmens verändert: man bietet nicht mehr seine Dienstleistungen wie Sauerbier an, sondern generiert sich Wissensinteressierte, indem man Wissen kostenfrei liefert (ähnlich wie der Blogger) und macht den Wissensinteressierten zum Kaufinteressierten.

So ist auch dieser Beitrag zu verstehen: ich erkläre der Internetgemeinde den Unterschied zwischen einer Blogseite und einer Unternehmenswebsite mit Blog. Mit Sicherheit werden diesen Artikel viele Menschen lesen. Viele werden das für sich mitnehmen, was sie wissen wollten und lassen sich ihre neue Website von ihrer alten Webdesign-Agentur erstellen, aber bestimmt kommt auch einer der Leser auf mich zu und bittet mich um ein Angebot (gerne per Mail, ich rufe zurück).

Das ist der Unterschied Blog und Homepage

Ich hoffe, der Beitrag “ Unterschied Blog und Homepage “ hat nun etwas Licht ins Dunkle gebracht und ich freue mich auf eure Meinung zu diesem Beitrag.

Und in meinem Webinar können Sie sich eine WordPress Website erstellen. Infos hier.

Eure/Ihre Pia Lauck

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Liebe Pia, vielen Dank für deinen Beitrag.
    Ich habe nun viel gelesen, aber irgendwie bin ich eher verwirrter als vorher (also nicht durch deinen Artikel 😉 … aber so generell).

    Ich befinde mich noch am Anfang meiner Coaching- und Freelancing Karriere und möchte mir gern eine eigene Internetpräsenz schaffen. Hauptziel soll es sein, dass ich Neukunden für Coaching o. Freelancing-Jobs generiere, aber andererseits auch Wissen kostenfrei weitergeben kann.
    Ich bin nun etwas unsicher: wenn ich deinen Artikel richtig verstehe, dann baue ich mir eine „Unternehmens“-Website auf, in der ich aber einen Blog einbinden kann. Richtig?!
    Ich habe keinerlei Programmier-Kenntnisse und bin mir auch nicht sicher, ob ich mit WordPress wirklich klar kommen werde. Ich befinde mich auf Reise und reise „nur“ mit IPad und Bluetooth-Tastatur, keinem Notebook. Ich hatte daher nach alternativen Möglichkeiten gesucht und bin auf einige Homepage-Baukästen-Anbieter gestoßen, die u.a. aber auch das Feature „Blog einbinden“ mit anbieten. Wäre das das Richtige für mich?

    Gern darfst du mich auch per Mail kontaktieren und ggf. ein personalisiertes Angebot machen, um mir zu helfen, meinen Wunsch zu verwirklichen.

    Vielen lieben Dank, Claudia

  2. Schöner Beitrag! Für nichts von alledem braucht man mittlerweile Programmierkenntnisse. Viele Webhosting Anbieter bieten mittlerweile Tools an, mit welchem das Erstellen der eigenen Website ein Kinderspiel ist. Ich freue mich auf weitere Beiträge!

  3. Ein schöner Artikel zum Web-Begriffs-Wirrwar, der auch für Laien gut zu verstehen ist. Auch ich muss dies meinen Kunden oft erklären und frage mich, wo diese „falsche Erziehung“ ihren Anfang genommen hat…

  4. Hallo Pia,
    ich habe im Rahmen eines Social Media Frühstücks bei Dir zum ersten Mal erfahren, dass WordPress eine Blogsoftware ist. Durch Deinen Artikel habe ich nun mehr Ordnung in meiner „Website/Blog -Verwirrung“. Ich freue mich schon auf unseren gemeinsamen Termin undn darauf zu erfahren, wie ich das mit meiner auf WordPress aufgebauten Webseite nutzen kann. DANKE

  5. Liebe Pia,

    herzlichen Dank für die gelungene Erklärung. Gerade für Neu-Nutzerinnen wie mich ist der Beitrag äußerst erhellend und erleichtert damit die Wahl der Mittel.

    Herzlichen Dank!

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